Neue Standortentscheidung für Neubau der Grundschulturnhalle getroffen
Die Grundschule besteht seit 125 Jahren und erlebte seither einige Veränderungen und Erweiterungen. Die in der Größe bislang nicht erweiterte Turnhalle ist mittlerweile für die Anzahl an Grundschulkindern für einen vollumfänglichen Sportunterricht viel zu klein. Viele Möglichkeiten, dem Sportunterricht für gleichzeitig zwei Klassen gerecht zu werden, wurden geprüft. Eine Erweiterung an dem jetzigen Turnhallenstandort ist aus verschiedenen, insbesondere baulichen Gründen nicht möglich. Somit war es eine zentrale Aufgabe der Stadtverwaltung und des Stadtrates, unter Einbeziehung der Nutzergruppe einen neuen Standort für einen Neubau einer Turnhalle zu finden und festzulegen. Im Vorfeld fanden hierzu mehrere Gespräche mit den Sportlehrern der Grundschule aber auch mit den Sportvereinen als weitere wichtige Nutzer der neuen Turnhalle statt. Nach der Bedarfsermittlung galt es, einen entsprechend geeigneten Standort zu finden. Hierfür wurden drei potenzielle Flächen in die engere Auswahl aufgenommen. Die erste Fläche befindet sich in der Ladestraße zwischen der Schulstraße und Querweg auf der freien Fläche. Der zweite Standort auf der Grünfläche (Schillerpark) in der Schulstraße zwischen Bahnhofstraße und dem Spielplatz und die dritte Fläche auf dem Schulgelände in der Bismarckstraße gegenüber dem Hortgebäude. Alle drei möglichen Standortvarianten weisen verschiedene Vor- und Nachteile auf, welche im Stadtrat und auch gemeinsam mit den Nutzern sehr intensiv abgewogen und besprochen worden.
Der Stadtrat hatte sich bezüglich des Standortes bereits in der Sitzung am 27.03.2024 für den Turnhallenbau in der Ladestraße entscheiden. Allerdings konnte das Projekt auf Grund der zwischenzeitlich immensen Kostenentwicklung auf diesem Standort nicht weiterverfolgt werden, sodass es hierzu einer nochmaligen Strategieänderung bedurfte.
Nunmehr entschied sich der Stadtrat (mit 15 Zustimmen einstimmig) in seiner Sitzung am 25.09.2025 für den Standort auf der Grünfläche (Schillerpark) in der Schulstraße. Dieser Standort bringt u.a. die entscheidenden Vorteile, dass mit Baubeginn der Turnhalle die Schulstraße nach der Grundstückseinfahrt zu Augenoptik Findeisen bis zum Ende des Spielplatzes dauerhaft für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden soll und es eine ortsnahe Erweiterung des Schulgeländes geben wird, welche dann zukünftig optimale Schulbedingungen mit sich bringt. Diese Situation wurde bereits vor ein paar Jahren mit der Containerstellung (provisorische Schulerweiterung um zwei Klassenräume) vor dem Hauptgebäude der Grundschule praktiziert und für gut befunden. Auch wird der Zugang für die Grundschüler zur Turnhalle sowie zur Nutzung des Spielplatzes sicherer gestaltet werden können. Weiterhin können die vorhandenen Außensportanlagen auf dem Schulgelände weitergenutzt und damit Baukosten für einen Neubau eingespart werden.
Mit dieser Standortentscheidung ist die Stadtverwaltung nunmehr zuständig, die noch offenen Punkte der Grundstücksnutzung und baurechtlichen Themenstellung zu klären und die weiteren notwendigen Schritte für Planung sowie Errichtung der Turnhalle voranzutreiben und umzusetzen.
Durch die Sächsische Aufbaubank -Förderbank- wurde zwischenzeitlich der gestellte Fördermittelantrag mit der Auflage bewilligt, dass die Turnhalle bis zum 30. Juni 2027 fertiggestellt werden muss. Mittel sind wie folgt avisiert: Fördermittelbescheid der SAB vom 03.07.2025 über 4.645.791,43 € Gesamtkosten, 3.252.054,00 € Fördermittel (70 %) 1.393.737,43 € Eigenmittel; mögliche Baukosten nach Abzug vorliegender Rechnungen 3.926.678,74 €.
Bild zur Meldung: Turnhalle der Grundschule