SmartSensorik auch in der Parthelandkommune Naunhof: Erfolgreicher Ausbau des LoRaWAN-Netzes im Rahmen des Modellprojekts Smart Cities
Das Teilprojekt SmartSensorik im Rahmen des Modellprojekts Smart Cities schreitet erfolgreich voran. Was 2022 in Brandis begann, ist inzwischen im gesamten Partheland (Brandis, Verwaltungsgemeinschaft Naunhof, Machern, Borsdorf, Großpösna) sichtbar: Gemeinsam mit den Gemeinden der Region, der federführenden Gemeinde Stadt Brandis und dem Makerspace Partheland e.V. wurde ein Netz auf Basis von LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) aufgebaut. LoRaWAN ist ein energiesparendes Funknetz mit großer Reichweite. Damit können kleine Messgeräte (Sensoren) ihre Daten zuverlässig an das Internet übertragen.
Heute umfasst das Netz bereits 14 aktive Gateways. Diese Empfangsstationen nehmen die Daten der Sensoren auf und leiten sie an die zentrale Serverinfrastruktur weiter. Die Betreuung der Gateways und Messgeräte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den „Wissensvermittlern“ der jeweiligen Gemeinden vor Ort und dem Makerspace Partheland e.V. mit Sitz in Brandis, Ortsteil Beucha. Der Makerspace Partheland e.V. übernimmt dabei auch die Pflege der Server und Software. So entsteht ein Zusammenspiel aus kommunaler Verantwortung vor Ort und zentraler technischer Unterstützung für das gesamte Partheland.
Seit dem Projektstart wurden über 30 Umweltstationen an interessierte Bürger/in ausgegeben. Diese Stationen erfassen eine Vielzahl von Umweltdaten – darunter Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Beleuchtungsstärke, UV-Intensität, Feinstaub und Lautstärke. Alle Messwerte sind transparent und öffentlich zugänglich, zum Beispiel auf der Plattform openSenseMap.org (QR-Code-Link) oder sensoren.makerspace-partheland.de.
Erweiterte Einsatzmöglichkeiten
Zusätzlich zu den bürgernahen Umweltstationen wurden weitere Sensoren installiert.
Pegel-Sensoren an der Parthe und am Pösgraben helfen bei der Beobachtung von Wasserständen und unterstützen den Umwelt- und Hochwasserschutz. Temperatur-Sensoren in Seen wie Albrechtshainer See, Störmthaler See oder Kirchbruch Beucha zeigen, wie sich die Wassertemperaturen entwickeln.
Darüber hinaus plant die Verwaltung, das bestehende Netzwerk künftig auch für die Messung von Gas- und Wasserverbräuchen einzusetzen. Dies soll eine effizientere Gestaltung des Energiemanagements ermöglichen. Durch kontinuierlich erfasste Verbrauchsdaten können beispielsweise Leckagen sofort erkannt oder Heizungen automatisch an das jeweilige Nutzerverhalten angepasst werden.
„Mit dem SmartSensorik-Projekt schaffen wir die Basis für eine digitale Infrastruktur, die sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch der Verwaltung echten Mehrwert bringt“, erklärt Linda Helemann, Energiemanagerin der Stadt Naunhof. „Die gewonnenen Daten helfen uns nicht nur, Umwelt- und Verbrauchsdaten besser zu verstehen, sondern auch Ressourcen effizienter und nachhaltiger einzusetzen.“
Ein Schritt in Richtung digitale Zukunft
Mit dem erfolgreichen Ausbau des LoRaWAN-Netzes zeigt sich, wie smarte Technologien im Partheland bereits heute ganz konkret angewendet werden. Das Projekt SmartSensorik trägt damit maßgeblich zur Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Region bei.
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